Der folgende Artikel ist erschienen in der Stuttgarter Zeitung  vom 10.12.2020 Rem-Murr-kreis Seite III

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201210 Der dritte Baum

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Neuer Baum im Roten Haus - der Dritte

Am 29.03.2019 berichteten wir unter der Überschrift Das Rote Haus steht wieder am Platz über eine spektakuäre Aktion am Besinnungsort "Kindsein/Kreativität". Das Kunstwerk von Timm Ulrichs aus dem Jahr 2010 war von Unbekannten verrückt geworden. Außerdem war der damals gepflanzte Baum nicht mehr lebensfähig. Die große Hitze und das die Hitze verstärkende rote Metalldach hatten ihm den Garaus gemacht. Deshalb mußte ein großer Autokran anrücken, damit der neue Baum gepflanzt und das Haus wieder an seinen ursprünglichen Platz zurückgestellt werden konnte.

 

Leider hat die im März gepflanzte Zerr-Eiche den Sommer 2020 nicht überlebt. Offensichtlich sind die Wurzeln nicht angewachsen, der Baum ist zu unserem Leidwesen verkümmert.

 Was tun? Ein Rotes Haus ohne Baum - das geht nicht! Jedes Jahr einen neuen Baum pflanzen? Geht auch nicht? Un vor allem mit dem Aufwand und den Kosten, die wir bei der Aktion im Frühjahr 2019 stemmen mussten? Geht erst recht nicht!

 Unser Vorsitzender Paul Rothwein gibt bekanntlich nicht so schnell auf. Er hat sich umgehört und nachgeforscht. Wir brauchen einen Baum, der so schlank ist, dass er mit dem Wurzelballen durch die Öffnungen des Roten Hauses passt. außerdem sollte die Krone über das Dach hinausragen. Und vor allem: Der Baum sollte auch extreme Hitzevertragen.

 Paul Rothwein ist tatsächlich bei der Baumschule Müller in Poppenweiler fündig geworden. Die Lösung: Ein Amberbaum erfüllt zumindest die ersten beiden Anforderungen, ob er auch mit der Hitze klarkommt, hoffen wir - sehen werden wir es in den nächsten Jahren.

An seinen natürlichen Standorten kann der Amberbaum bis zu 40m hoch werden, in Kultur meist nicht mehr als 25m. Er wächst zunächst schlank kegelförmig, wird mit zunehmenden Alter aber breit pyramidenförmig. Junge Bäume haben eine glatte, graue Rinde, die mit zunehmendem Alter  aber braun und rissig gefurcht wird. Die handförmigen Laubblätter sind fünf-bis siebenfach gelappt. Sie sind im Sommer leuchtend grün, im Herbst purpurn bis violett-rot gefärbt, und kurz vor dem Laubfall nehmen sie dann einen goldgelben bis orange-roten Farbton an. Die an ihren Rändern gesägten Blätter werden bis zu 15cm lang.  Zugleich mit den Blätter entwickeln sich bereits die unscheinbaren Blüten; sie haben weder Kelch- noch Kornblätter. Die männlichen, gelblichen Blüten bilden endständige Blütenstände; die weiblichen Blüten hängen dagegen an verhältnismäßig langen Stielen an der Basis der Triebe.

Am 20. November 2020 war es dann so weit. Am Nachmittag sollte der neue Baum angliefert werden. Aber zuvor musste der alte Baum entfernt werden. Das Absägen war kein Problem, doch die Wurzel zu entfernen dann schon.

 Von der Seite wurde vorsichtig Richtung Wurzel gegraben. Diese wurde dann am Bagger festgebunden und zur Seite gezogen.

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Und da hängt sie! Erste Aufgabe gelöst!

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 Am Nachmittag ist es dann soweit. Unser Amberbaum kommt. Und tasächlich: Er paßt mühelos in das rote Haus, der bereitgestellte Autokran wird gar nicht benötigt. Die ganze unspektakuläre Pflanzaktion ist auf der folgenden Fotostrecke dokumentiert. Laut Experten kann der Amberbaum bi zu 100 Jahre alt werden. Da wir das nicht nachprüfen können, wünschen wir ihm auf jeden Fall ein langes Leben.

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Unser neuer Baum wird angeliefert.
Wenn das so einfach ist, kann der LKW-Kran wieder abziehen.
Mit vereinten Kräften hinauf ...
... und hinein ins Rote Haus.
Die Wurzel wird bedeckt, gedüngt und gut gewässert.
Fertig!
Dann wachse schön an und weit in den Himmel.
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